Erwachen

Willkommen bei The Window Seat, dem neuen Magazin von Omio. Unsere erste Ausgabe mit dem Titel „Erwachen“ enthält inspirierende und praktische Beiträge, die ganz sicher dein Fernweh wecken.

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72 Stunden Amsterdam

Ab auf’s Fahrrad! Dein dreitägiger Reiseführer, um das Beste der niederländischen Hauptstadt zu entdecken und Touristenfallen zu vermeiden.

Mit fast 20 Millionen Besuchern pro Jahr ist Amsterdam eine Stadt, von der wir nie genug bekommen und das zu Recht – eine Metropole mit viel Persönlichkeit, in der es hinter jeder Ecke etwas Neues zu entdecken gibt. 

Unser dreitägiger Reiseführer hilft dir, Amsterdam richtig kennenzulernen und deine erste Reise nach der COVID-19-Krise so sicher und angenehm wie möglich zu gestalten. Wir zeigen dir, wie du Touristenfallen (und damit auch großen Menschenansammlungen) ausweichst und das Herz der Stadt erkundest. Denn es gibt einfach so viel mehr, als nur rote Lichter und den passenden Ort für ein perfektes Kanal-Selfie.

Herumkommen

Um nicht direkt als Tourist aufzufallen, deine Zeit an der frischen Luft, statt im öffentlichen Nahverkehr zu verbringen und die Stadt von ihrer schönsten Seite zu erleben, solltest du dir als erstes ein Fahrrad mieten. Unterwegs mit dem Drahtesel wirst du dich sofort wie zu Hause fühlen und sowohl wertvolle Zeit als auch Geld sparen.

Amsterdam ist die Stadt der Grachten und der historischen Architektur – einfach liebenswert.

Erster Tag

Beginne den ersten Tag mit einem Frühstück to go samt frisch gebrühtem Kaffee und einem leckeren Croissant von einem der zentral gelegenen Kioske. Auf diesem Weg brauchst du dich nicht um den gebotenen Sicherheitsabstand sorgen.

Nachdem du dich ausreichend gestärkt hast, mach dich auf den Weg zum berühmten Dam-Platz, wo du auf den Königspalast, zahlreiche Straßenkünstler und Tauben triffst. Schlender vorbei an zahlreichen Tony-Bars, Restaurants und Einzelhandelsketten und lass dich von den vielen dekorativen Schaufenstern inspirieren.

Wie das im Urlaub so ist, plagt einen schnell wieder der kleine Hunger. Das nahe gelegene Café de Tuin lädt ein, sich quer durch die Speisekarte und das typisch holländische Fingerfood zu probieren. Eine Portion Bitterballen oder sonstige frittierte Köstlichkeiten dürfen bei deinem Besuch einfach nicht fehlen. 

Unser nächster Halt ist das Anne-Frank-Haus – keine typische Touristenattraktion, dafür ein geschichtsträchtiger, wichtiger Ort. Buche deine Tickets am besten im Voraus über das Buchungssystem, so vermeidest du langes Warten, kannst diesen historischen Ort ganz in Ruhe besichtigen und es ist kein Problem den Sicherheitsabstand einzuhalten. 

Weiter geht es nach Jordaan, den Stadtteil Amsterdams, der die wahrscheinlich schönsten Straßen und Kanäle vorzuweisen hat. Die vielen Bars und Restaurants werden oft mit dem niederländischen Wort „Gezelligheid“ in Verbindung gebracht, was dem deutschen “Geselligkeit” nicht unähnlich ist. Um Menschenansammlungen in den meist recht engen Straßen zu vermeiden, solltest du hier lieber zu eher untypischen Zeiten vorbeischauen.

So viel frische Luft macht hungrig, also stehen nun die Foodhallen auf dem Plan, die dich mit einer Vielzahl von Street-Food-Ständen sowie Bars, die auf Gin und Craft Beer spezialisiert sind, erwarten. Das mexikanische Street Food mit asiatischem Einschlag von FENTO und die vietnamesische Tofu-Bowl von Vietview sind unsere heimlichen Favoriten.

Natürlich wird auch in diesen weitläufigen Hallen auf deine Sicherheit geachtet. Besucher werden beim Betreten auf Fieber kontrolliert und der Sicherheitsabstand von 1,5 Meter wird eingehalten. Um den Kontakt weiter zu minimieren, können Gäste ihr Essen über eine App bestellen, welches dir dann an deinen Platz gebracht wird.

Nach einem kleinen Spaziergang ist die Waterkant Bar besonders gut geeignet, um bei einem Drink die tanzenden Lichter auf dem Kanal zu bewundern und den ersten Tag deiner Städtereisen zu beschließen.

Zweiter Tag

In den zweiten Tag startet es sich am besten mit einem guten Kaffee. Lot Sixty One heißt dich willkommen mit hausgemachtem Mokka und einer köstlichen Kuchenauswahl, ganz zu schweigen von den freundlichen Baristas und den australischen Besitzern, die immer für ein fröhliches „G’day“ zu haben sind.

Der Museumplein, unser nächster Stopp, beherbergt die besten Museen der Hauptstadt: das Stedelijk für moderne Kunst, das dem niederländischen Künstler gewidmete Van Gogh-Museum und das Rijksmuseum mit den Werken niederländischer Meister wie Rembrandt und Vermeer. Alle holländischen Museen haben neue Regeln, um den nötigen Sicherheitsabstand einhalten zu können und Menschenmengen zu vermeiden. Wir lieben Kunst, aber die Gesundheit geht vor.

Nach einigen schönen Stunden mit ikonischen Meisterwerken, meldet sich der Hunger zurück. Zum Glück ist das urige De Vier Pilaren nicht weit. Die traditionell niederländische Einrichtung strahlt eine besondere Gemütlichkeit aus. Genieße die kleinen Poffertjes oder die extra großen Pfannkuchen, raste ein wenig und erfreu dich an der wunderbaren Aussicht. 

Zeit für einen Spaziergang im berühmten Vondelpark! Diese grüne Oase bietet eine Flucht aus der Stadt und jede Menge Raum – verschnaufe ein wenig am Wasser und genieße die frische Luft.

Unser nächster Stopp ist das Foam, ein Fotomuseum, das in einem ruhigen Haus am Kanal untergebracht ist. Erkunde die verschiedenen Ausstellungen von Künstlern aus aller Welt und erlebe die junge, moderne Seite Amsterdams.

Weiter geht es zur nahe gelegenen Magere Brug, eine der wenigen noch erhaltenen hölzernen Holländerbrücken. Die hübsche Beleuchtung lädt vor allem zum Sonnenuntergang zum Verweilen ein.

Das LAB111, Kino und Bar zugleich, besticht durch eine fast kühle Atmosphäre, stilvolle Einrichtung und mit Menüs zu Filmthemen. Wir empfehlen den Big Kahuna Veggie Burger mit Süßkartoffel-Fritten, gefolgt von Children of the Popcorn (weißes Schokoladen-Popcorn mit Himbeer-Coulis) als Dessert. Lass es dir schmecken!

Dritter Tag

Viele der Schätze Amsterdams liegen auf der anderen Seite des Wassers in Amsterdam Noord, das dank der kostenlosen, häufig verkehrenden Fähren leicht zu erreichen ist. Die Fähren bieten genug Platz, um auch hier die neuen Reisebestimmungen einhalten zu können. Nimm die Fähre 906 von Centraal nach NDSM und wenn du kannst, nimm dein Fahrrad mit an Bord. Es ist schlicht der einfachste und komfortabelste Weg, um Noord zu entdecken.

Noord ist eines der lebendigsten Viertel Amsterdams, mit vielen kunstvollen Graffitis.

Auf der Suche nach einem leckeren Frühstück, kehren wir im Pllek ein. Ein Restaurant, das aus Schiffscontainern erbaut wurde und einen atemberaubenden Blick auf die Stadt am Wasser bietet.

Wenn du das ungewöhnliche, aber zugleich auch faszinierende NDSM-Gelände erkundest, mach unbedingt einen Abstecher zur alten Werft, einer Kunststadt mit riesigen Räumen, in denen Künstler ihre Werke präsentieren. Direkt in der Nachbarschaft liegen die IJ-Hallen, in denen monatlich Europas größter Flohmarkt stattfindet. Hier kannst du sicher das ein oder andere Schnäppchen machen!

Für eine kleine Stärkung geht es weiter in das Café de Ceuvel. Neben einem erstklassigen Menü samt veganen Optionen, finden sich hier auch ein Aquaponik-Gewächshaus und Komposttoiletten. Hier arbeitet man mit einem kreativen Ansatz, um Abfälle zu verwerten und die Nachhaltigkeit zu stärken.

Das EYE Filmmuseum mit einer Sammlung von mehr als 40.000 niederländischen und ausländischen Filmen sorgt für ein wenig Kultur am Nachmittag und kurzweilige Stunden, bis sich der Hunger wieder meldet.

Zum Abendessen steht an diesem Tag ein unvergessliches Erlebnis auf der Tageskarte. Das Hotel De Goudfazant, in einem Industriegebäude gelegen, serviert niederländisch-französische Fusionsküche. Mit einer offenen Küche, innovativen Gerichten und ganz besonderem Ambiente, läutet es langsam das Ende dieser ereignisreichen Städtereise ein.

Letzter Stop unseres Amsterdam-Besuchs ist das trendige Skatecafé samt Indoor-Skate-Rampe. In den frühen Morgenstunden muss das Restaurant weichen und verwandelt sich in eine Tanzfläche. Wir lassen uns einen letzten Drink schmecken und sagen „Prost“ auf drei wunderbare Tage im herrlichen Amsterdam. Goede nacht!

Du bist auf der Suche nach einer passenden Unterkunft? Das Hotel Jakarta Amsterdam ist eine nachhaltige Boutique-Option mit indonesischem Flair und freundlichem, zuvorkommendem Personal. Das Hotel hält sich strikt an die Vorgaben der niederländischen Regierung in Bezug auf COVID-19-Maßnahmen, einschließlich der Bereitstellung von Zimmern als Einzelarbeitsplätze für Einheimische und der Beschränkung des Pool-Zugangs auf maximal fünf Paare.