Regeneration

Willkommen zur sechsten Ausgabe von The Window Seat. Diesen Monat erwachen wir gestärkt aus dem Winterschlaf und regenerieren unseren Körper und unsere Seele.

Hurray for Hollywood! Los Angeles is one of the most visited cities in the world. Credit: Gerson Repreza/Unsplash

Los Angeles: Ein Stadtführer

Hast du Lust auf eine Prise kalifornische Gastfreundschaft? Ein Abstecher nach Los Angeles lohnt sich immer.

Es gibt wohl kaum eine Stadt auf der Welt, die perfekter ist als Los Angeles, mit ihrem traumhaften Wetter und der lässigen Gangart. LA ist nicht nur eine weltoffene Stadt mit Strandatmosphäre, palmengesäumten Straßen und Promenaden, kilometerlangen Wanderstrecken und unzähligen Wellen, die gesurft werden wollen. Sie ist auch ein Schmelztiegel für Kreative, erfinderische Technikfreaks und vielen Weltkulturen. Wenn du in Los Angeles nicht mehr weißt, was du unternehmen kannst, geh einfach in eines der innovativen Restaurants, besuche Galerien und zeitgenössische Museen oder tauche ein in das pulsierende Nachtleben.

Sicher, LA ist berühmt für seinen Hollywood-Glanz- und Glamour und über die Besessenheit von grünen Smoothies, Detoxing, Yoga und den Hang für das Spirituelle werden viele Witze gerissen. Doch eins liegt klar auf der Hand: Die Stadt Los Angeles wird ihrem Ruf gerecht und verzaubert jeden, der hierher kommt.

Das Wichtigste, das man über LA wissen sollte, ist, dass sie nicht nur eine Stadt ist – sie ist vielmehr eine sich ausdehnende Metropole, die aus vielen verschiedenen Städten besteht. Jede einzelne davon – West Hollywood, Downtown, Beverly Hills, Silver Lake, Santa Monica, Venice und sogar das benachbarte Malibu – hat ihre ganz eigene Persönlichkeit und man sollte sich Zeit nehmen, sie alle zu erkunden. Die größte Herausforderung besteht nicht darin, etwas zu unternehmen, sondern welche Seite von LA man entdecken möchte.

Genuss

Los Angeles ist voll von den angesagtesten Restaurants Amerikas, die jedem Ernährungstrend gerecht werden. Sie haben vielleicht keine Michelin-Sterne, doch sie machen die kalifornische Küche so einzigartig – man denke nur an Veggie, organischen Anbau, Innovation und Gesundheitsbewusstsein. Es hat schon etwas, in einer sonnigen Metropole zu sein, in der jeder sein Bestes gibt, um gut auszusehen und fit zu sein.

Das Café Gratitude ist so ein typisches kalifornisches Restaurant und eine Erlebnis, das du so nirgendwo bekommst. Jedes der veganen Gerichte, das hier serviert wird, ist eine Affirmation: Ich bin verbunden. Ich bin mächtig. Ich bin rein. Ich bin schön. Im Gjelina gibt es alles, einschließlich Pizza. Kürzlich hat es auch noch eine neue Art veganer Küche nach kalifornischer Art eingeführt und es ist nicht leicht, einen Tisch im Lieblingsrestaurant der Einheimischen zu ergattern. Also, komm am besten, wenn es öffnet und sichere dir einen Platz auf der Terrasse. Weißer Sangria und Rosé passen eigentlich jeden Tag. Dazu gibt es in der Malibu Farm noch einen atemberaubenden Meerblick. Die einfachen, aber köstlichen und wohl ausgesuchten Gerichte repräsentieren die kalifornische Küste und die unkonventionelle Atmosphäre des Cafés ist typisch kalifornisch. Alfred Coffee ist das In-Café von Los Angeles. Kein anderes wird so oft auf Instagram gepostet. Hier trifft man Influencer und coole junge Leute, aber auch Promis. Jede Tasse Kaffee bei Alfred ist ein Stück typische Los-Angeles-Lebensart.

Spaß

Bei endlosen Sonnentagen ist es kein Wunder, dass jeder an seinem freien Tag an den Strand geht. Credit: Däne Deaner/Unsplash

Eine Wanderung zum Hollywood-Schild ist Kult und ein Muss, wenn man in LA ist. Das ist eine tolle Strecke, die an einem Vormittag gut zu bewältigen ist. Sie führt durch den Griffith Park, einen der größten Stadtparks Amerikas, und durch die Santa Monica Mountains, die dich mit einem der spektakulärsten Ausblicke auf LA belohnen.

Am Abbott Kinney Boulevard in Venice kannst du einen entspannten Nachmittag verbringen, während du in den Boho-Läden stöberst oder eisgekühlten Oatmeal Latte schlürfst. Die Venice Canals gehören ebenso zum Pflichtprogramm, wie der berühmte Venice Beach, der bei Sonnenuntergang besonders sehenswert ist. Hier kannst du die Surfer, Bodybuilder und Wahrsager hautnah erleben, ebenso wie Straßenhändler, die Kitsch verkaufen, aber auch Henna, Kristalle und vieles mehr. Oder du mietest ein Fahrrad und fährst auf der Uferpromenade von Venice nach Santa Monica.

Der Santa Monica Pier ist nach Sonnenuntergang wie eine Reise in die Vergangenheit und erweckt dein inneres Kind. Der Vergnügungspark mit seinem Riesenrad und der Zuckerwatte erinnert eher an eine Filmkulisse, ist aber eine echte Strandpromenade. Und wenn du schon mal in LA LA Land bist, vergiss nicht, fleißig Selfies zu knipsen.

The Bungalow ist ein toller Ort zum Entspannen, am besten mit einem Cocktail in der Hand. In diesem Nachtlokal mit seinem ganz eigenen Charme ist immer etwas los. Doch man hat hier eher das Gefühl, in einer Strandvilla zu sein, als in einer Bar. Im Bungalow gibt es neben einem Billardtisch auch Vintage-Surfbretter und Szene-Publikum zu bestaunen.

Wenn du genug vom Strand hast, kannst du mit der kürzlich erweiterten Stadtbahn Expo Line in die Innenstadt fahren, um die Kunstszene zu erkunden. The Broad, ein rund 11.150 m² großes zeitgenössisches Museum ist ein absoluter Publikumsmagnet. Die Sammlung umfasst 2.000 Werke, darunter auch Stücke von Warhol und Koons. Der Eintritt ist frei, doch es lohnt sich, ein Ticket online zu reservieren, um nicht lange anstehen zu müssen.

Verweilen

West Hollywood Edition

Das West Hollywood Edition bietet entspannte kalifornische Kultiviertheit vom Feinsten. Der Neuzugang am Sunset Boulevard ist das erste Hotel von Ian Schragers Edition-Gruppe an der Westküste. Es wurde vom britischen Architekten John Pawson entworfen und ist mit seinen einheimischen Pflanzen, den neutralen Farben, den deckenhohen Schiebefenstern und dem minimalistischen Touch eine Hommage an Südkalifornien. Die Dachbar des Hotels ist ein Muss, nicht nur wegen der Cocktails, sondern auch wegen des Panoramablicks auf die Hollywood Hills, das Stadtzentrum und den Pazifik. Im Sunset, dem intimen Kellerclub, lassen Gast-DJs den Geist des Sunset Strip während der 1960er und ’70er wieder aufleben, und es gibt kunstvoll gemixte Cocktails und groovige Musik. Es ist ein tolles Hotel, das den Spagat zwischen Luxus und Jugendlichkeit geschafft hat. Genau deshalb ist es so beliebt bei den Instagram-verrückten Millennials.

Surfrider

Das Surfrider in Malibu ist ein Hotel mit luxuriösem Understatement. Das ehemalige Motel vermittelt eher den Eindruck eines Strandhauses. Es ist sehr stylisch und zugleich sehr schlicht, mit luftigen, lichtdurchfluteten Zimmern, maßgefertigten Betten, italienischem Leinen, Meerblick, Hängematten, Bademänteln aus Waffelpikee und Minibars voller kalifornischer Genüsse. Du kannst den Tag entweder am Strand verbringen, auf der Dachterrasse abhängen, die exklusiv für Gäste ist, oder dir ein Surfbrett mieten und Surfen lernen. Solltest du am Strand Hunger bekommen, schreib einfach eine SMS mit deiner Bestellung und das Hotelpersonal serviert sie dir direkt am Strand.