Der Titel Weltkulturerbe wird von der Organisation UNESCO an Stätten verliehen, die durch Einzigartigkeit, historische Bedeutung, Authentizität und Integrität einen weltweiten Wert erlangt haben. Die Stätten werden von den Ländern selbst, in denen sie sich befinden, für den Titel des Welterbes vorgeschlagen. In Deutschland umfasst das UNESCO-Welterbe 54 Kultur- und Naturgüter, bestehend aus 39 Welterbestätten sowie 17 Beiträge zum Weltdokumentenerbe. Damit stellen wir einen der weltweiten Spitzenreiter dar, denn nur in drei anderen Ländern der Welt wurden mehr Stätten aufgenommen.

Zeitzeugen des Römischen Reiches: Wir wollen euch einige dieser Welterbestätten vorstellen und haben eine UNESCO-Route durch Koblenz, Trier und Speyer zusammengestellt, die durch eine der ältesten und schönsten Gegenden des Landes führt.

Direkt nach Koblenz | Direkt nach Trier | Zwischenstopp in Worms | Direkt nach Speyer

 

Unsere Tour startet in…

Koblenz entdecken

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Foto: Deutsches Eck – Gauls die Fotografen, Koblenz-Touristik

Anfahrt

Die Römerstadt Koblenz ist einer der ältesten Städte Deutschlands, Zentrum der Rheinromantik und Heimat der zweitgrößten erhaltenen Festung Europas. Historische Bauten und Straßen erzählen vergangene Geschichten und laden zu ausgedehnten Erkundungstouren ein. Mit Rhein und Mosel liegt die Stadt gleich an zwei großen Flüssen und stellt das Tor zum UNESCO-Welterbe “Mittleres Rheintal” dar.

UNESCO-Welterbe in Koblenz

Festung Ehrenbreitstein

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Foto: Festung Ehrenbreitstein – Ulrich Pfeuffer, Koblenz Touristik

Die Festung Ehrenbreitstein – die zweitgrößte noch erhaltene Festung Europas – gehört zur Kulturlandschaft des Oberen Mittelrheintals. Ursprünglich erbaut wurde sie im Jahre 1000 von einem Konradiner namens Ehrenbert. Festung “Ehrenbertstein” wurde irgendwann “Ehrenbreitstein” und erhielt ihre heutige Gestalt 1828. Heute befindet sich das Landesmuseum Koblenz, das Ehrenmal das Heeres sowie eine Jugendherberge in der Festung.

Geöffnet: April bis Oktober 10-18 Uhr (danach bis 24 Uhr frei), November bis März: 10-17 Uhr (danach bis 24 Uhr frei) | Preise: Kombiticket Festung & Seilbahn 11,80 EUR (Kinder 5,60 EUR)| Anfahrt: Buslinien 9/10 bis “Festungsaufzug/Jugendherberge”)

Fahrt mit der Seilbahn über den Rhein

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Foto: Festung Ehrenbreitstein mit Seilbahn – Ulrich Pfeuffer, Koblenz Touristik

Zum Besuch der Festung gehört auch die Seilbahnfahrt über den Rhein. 18 Panoramakabinen gewähren den Besuchern einen fabelhaften Ausblick ins Welterbe “Oberes Mittelrheintal”, wo Mosel und Rhein zusammenfließen. Die Seilbahn zur Festung hält mit einer Beförderungskapazität mit bis zu 7.600 Personen pro Stunde den weltweiten Rekord.

Geöffnet: November bis März, Sa., So. & Feiertage 10-17.30 Uhr, April bis Oktober 10-18.30 Uhr | Preise: 9 EUR, Kinder 4 EUR| Anfahrt: Buslinie 1 bis “Deutsches Eck”| Tipp: Das Deutsche Eck gleich neben der Talstation der Seilbahn, Koblenzer Wahrzeichen

Koblenz als nördliches Tor zum UNESCO-Welterbe “Oberes Mittelrheintal”

Rheinromantik pur: Das Obere Mittelrheintal ist eine der ältesten Kulturlandschaften Europas. Das UNESCO-Erbe beschreibt einen 65 km langen Abschnitt zwischen Koblenz und Bingen/Rüdesheim. Der Rhein führt hier durch das Rheinische Schiefergebirge, vorbei an romantischen Weinhängen, sakralen Bauwerken, kleinen Siedlungen und knapp 40 Burgen, Schlössern und Festungen. Diese sind Zeitzeugen aus früheren Jahrhunderten, als das Gebiet von Koblenz nach Bingen eine hohe strategische Bedeutung innehatte.

Das Tal der Loreley

Bei Sankt Goarshausen befindet sich Deutschlands wohl bekanntester Schieferfelsen auf der Innenseite einer Rheinkurve: Die sagenumwobene Loreley. Der Name stammt von einer Legende, die besagt, dass eine Nixe namens Loreley auf dem Felsen saß und Schiffer mit ihrem Gesang anlockte. Diese konnten aufgrund ihrer Schönheit nicht mehr auf den Kurs achten und ihre Schiffe zerschellten am Felsen. Das Tal der Loreley ist ein beliebtes Ausflugsziel mit dem Schiff ab Koblenz. Rundrum finden sich am Rheinufer außerdem zahlreiche Plätzchen für ein Picknick im Grünen.

Und sonst so in Koblenz?

Dinge, die in Koblenz ebenfalls einen Besuch wert sind:

Unser Tipp für einen romantischen Ausflug: Schloss Stolzenfels

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Foto: Schloss Stolzenfels in Koblenz – Ulrich Pfeuffer, Koblenz-Touristik

Hoch über dem linken Rheinufer erhebt sich, nur wenige Kilometer vom Stadtzentrum entfernt, das Schloss Stolzenfels. Aus den Ruinen einer Burg des 13. Jahrhunderts erbaut, zählt das Schloss mit seinen Gärten und dem Park als eine der beachtenswertesten Leistungen der preußischen Rheinromantik.

Geöffnet: Jan/Feb Sa&So 10-17 Uhr, März 9-17 Uhr, Apr-Sep 9-18 Uhr, Okt/Nov 9-17 Uhr, Dez geschlossen | Preis: 4 EUR, Kinder 2 EUR| Anfahrt: Bus 650 bis Stolzenfels-Schlossweg 

Erlebnisausstellung ROMANTIKUM

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Foto: Burgenkamera im Romanticum Koblenz. Piel-Media

Der Besucher befindet sich in dieser Erlebnisausstellung an Bord eines virtuellen Schiffes und erlebt eine multimediale Reise durch das Obere Mittelrheintal. Die Passagiere lernen die UNESCO-Landschaft mit ihren Sehenswürdigkeiten und Legenden kennen, können an 70 interaktiven Stationen selbst aktiv werden und auf ihrer Eintrittskarte alle virtuell gespeicherten Infos zum Welterbe mit nach Hause nehmen.

Geöffnet: 10-18 Uhr| Preis: 6 EUR (erm. 1-4 EUR) | Anfahrt: Alle Buslinien bis “Zentralplatz”


 

Weiter geht die Reise…

Von Koblenz nach Trier

Wer vom Wasser noch nicht genug hat, kann einen Teil der Strecke von Koblenz nach Trier mit dem Schiff zurücklegen: Mehrmals täglich werden Moselfahrten nach Cochem angeboten. Von Cochem nach Trier ist es anschließend nicht mehr weit. Einmal pro Stunde fährt ein Zug der Bahn oder des VRN und ist in 50 Minuten in der nächsten UNESCO-Stadt. Die Direktverbindung von Koblenz nach Trier dauert 1 1/2 bis 2 Stunden.

Trier entdecken

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Foto: Trier und die Porta Nigra ©Trier Tourismus und Marketing GmbH

Anfahrt

Trier ist nicht nur die älteste Stadt Deutschlands, sondern auch mit ganzen neun UNESCO-Welterbestätten ein echter Rekordhalter. Die Stadt ist schon über 2000 Jahre alt und fungierte einst sogar als Regierungssitz des weströmischen Reiches. Kein Wunder, dass die „heilige Stadt“ besonders prunkvoll bebaut wurde. Der Dom St. Peter, die Liebfrauenkirche sowie alle Römischen Baudenkmäler (Porta Nigra, Amphitheater, Kaiserthermen, Konstantinbasilika, Barbarathermen, Igeler Säule und Römerbrücke) in Trier und unmittelbarer Umgebung sind seit 1986 unter den UNESCO Weltkulturgütern.

UNESCO-Welterbe in Trier

Trierer Dom

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Foto: Dom zu Trier ©Trier Tourismus und Marketing GmbH

Der Dom zu Trier ist die älteste Bischofskirche in Deutschland und hat natürlich römischen Ursprung. Der Dom wurde ursprünglich als komplette Palastanlage gebaut, die allerdings im 4. Jahrhundert mit einer reinen Kirchenanlage überbaut wurde. Ihre drei Krypten, die Domschatzkammer und der Kreuzgang erzählt eine Kunst- und Architekturgeschichte von über 1750 Jahren.

Geöffnet: Apr-Okt 6.30-18 Uhr, Nov-Mär 6.30-17.30 Uhr | Preis: kostenlos | Anfahrt: Von Trier Hbf mit den Bussen 3, 4 oder 33 bis “SWT Stadtwerke”

Liebfrauenkirche

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Foto: Liebfrauenkirche ©Trier Tourismus und Marketing GmbH

Direkt neben dem Dom steht die Liebfrauenkirche. Im 13. Jahrhundert erbaut, ist sie die älteste gotische Kirche in Deutschland. Im zweiten Weltkrieg ist ihr ursprüngliches Inventar leider fast komplett zerstört worden, doch die schlanken Säulen in der Innenseite zeugen nach wie vor von beeindruckender Baukunst.

Geöffnet: Apr-Okt 8-19 Uhr, Nov-Mär 8-17 Uhr (nicht zu Gottesdiensten) | Preis: kostenlos | Anfahrt: siehe Trierer Dom

Porta Nigra

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Foto: Porta Nigra ©Trier Tourismus und Marketing GmbH

Das “Schwarze Tor” ist beliebter Ausgangspunkt für eine Stadterkundung durch Trier. Es handelt sich hierbei um das am besten erhaltene römische Stadttor nördlich der Alpen und wurde bereits 180 n. Chr. erbaut. Sein Name stammt noch aus dem Mittelalter und lässt sich vermutlich auf die Umweltverschmutzung zurückführen, die zu dieser Zeit herrschte.

Geöffnet: Apr-Sep 9-18 Uhr, Okt-Mär 9-17 Uhr, Nov-Feb 9-16 Uhr | Preis: 3 EUR, erm. 2 EUR | Anfahrt: Buslinien 3 und 204 bis “Porta Nigra”

Konstantin-Basilika

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Foto: Basilika ©Trier Tourismus und Marketing GmbH

Einst fungierte die mächtige Konstantin-Basilika als Thronsaal von Kaiser Konstantin und ist mittlerweile der größte Einzelraum, der aus der Antike überlebt hat. Der Innenraum ist so groß, dass die Orgel ganze 7 Sekunden Nachhall gibt. Früher war er prächtig mit Mosaiken und Mamor ausgestattet, wurde jedoch im 5. Jahrhundert zerstört.

Geöffnet: Nov-Mär 10-12/14-16 Uhr (So 13-16 Uhr), Apr-Okt 10-18 Uhr (So 13-16 Uhr) | Preis: kostenlos | Anfahrt: Buslinien 2,7 und 30 bis “Konstantin Basilika”

Kaiserthermen

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Foto: Kaiserthermen ©Trier Tourismus und Marketing GmbH

Die Kaiserthermen sind die jüngsten der drei römischen Badeanlagen Triers und von den ursprünglich sechs Kesselräumen, in denen das Wasser beheizt wurde, sind vier sogar noch besichtbar. Außerdem werden heute im riesigen Caldarium, dem früheren Warmbadesaal, Theaterstücke aufgeführt.

Geöffnet: Apr-Sep 9-18 Uhr, Okt-Mär 9-17 Uhr, Nov-Feb 9-16 Uhr | Preis: 3 EUR, erm. 2 EUR | Anfahrt: Buslinien 2, 7 und 30 bis “Kaiserthermen”

Amphitheater

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Foto: Amphitheater Trier ©Trier Tourismus und Marketing GmbH

Nur 500 Meter von den Kaiserthermen entfernt, direkt am Fuß des Petribergs, befindet sich das Amphitheater. Die natürliche Hanglage begünstigte seine Architektur und wurde für die Zuschauertribünen genutzt. Insgesamt passten 20.000 Zuschauer in das um 100 n. Chr. erbaute Theater, welches jedoch nur bis ins 5. Jahrhundert als solches genutzt wurde. Im Mittelalter wurde es dann als Steinbruch zweckentfremdet. Den Keller unter der Arena kann man heute jedoch immer noch besichtigen.

Geöffnet: Apr-Sept 9-18 Uhr, Okt-Mär 9-17 Uhr, Nov-Feb 9-16 Uhr | Preis: 3 EUR, erm. 2,50 EUR | Anfahrt: Buslinien 6, 7 und 16 bis “Amphitheater”

Barbarathermen

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Foto: Barbarathermen ©Trier Tourismus und Marketing GmbH

Im 2. Jahrhundert n. Chr. erbaut, sind von den Barbarathermen heutzutage nur noch Ruinen zu erkennen. Benannt sind sie nach einem schon nicht mehr existierenden Kloster und die Besucher können heutzutage lediglich einen Rundgang durch das Kellergeschoss machen.

Geöffnet: derzeit aufgrund von Bauarbeiten geschlossen | Preis: – | Anfahrt: Buslinien 3 und 204 bis “Rathaus/Stadttheater”

Römerbrücke

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Foto: Römerbrücke ©Trier Tourismus und Marketing GmbH

Es grenzt fast an ein Wunder, dass der älteste römische Brückenbau nördlich der Alpen heute immer noch mit bester Stabilität dem modernen Verkehr gewachsen ist. Die Römerbrücke führt über die Mosel und wurde schon mehrmals in ihrer Geschichte überbaut.

Geöffnet: frei zugänglich | Preis: kostenlos | Anfahrt: Buslinie 2 bis “Trier-West, Markusstraße” oder zu Fuß in wenigen Minuten vom Hbf

Igeler Säule

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Foto: Igeler Säule ©Trier Tourismus und Marketing GmbH

Die berühmte Säule im Ort Igel ist ein Grabmonument der Tuchhändlerfamilie der Secundinier und steht noch heute 8 Kilometer nördlich der Mosel an ihrem Originalstandort. Erbaut um 250 n. Chr., ist es heute das größte römische Pfeilergrab nördlich der Alpen. Die Reliefdarstellungen auf der Säule erzählen Geschichten aus der Blütezeit des Trierer Landes.

Geöffnet: frei zugänglich | Preis: kostenfrei | Anfahrt: Buslinie 3 bis “Igel, Kirche” oder mit dem RE bis Igel Hauptbahnhof


Von Trier nach Speyer

Von Trier nach Speyer geht es nur mit der Bahn, Flug- und Fernbusverbindungen gibt es nicht. Tagsüber fährt einmal pro Stunde ein Zug von Trier nach Speyer mit Umstieg in Mannheim. Die erste Verbindung startet kurz vor 5 Uhr am Morgen, die letzte um 20 Uhr. Die Fahrt dauert ca. 3 1/2 Stunden.

Zwischenstopp in Worms?

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Foto: Dom zu Worms – R. Uhrig, Worms.de

Auf dem Weg von Trier nach Speyer kommt man an der Lutherstadt Worms vorbei, die am westlichen Rheinufer liegt und vor allem als zentrale Stadt der Nibelungen-Sage bekannt ist. Worms ist neben Speyer und Mainz eine der SCHUM-Städte, mittelalterliche Zentren bedeutender jüdischer Gemeinden. Was es in Worms zu sehen gibt: Den romanischen Kaiserdom, das ehemalige Judenviertel und den ältesten jüdischen Friedhof Europas, das größte Reformationsdenkmal der Welt oder Reste der Stadtmauer aus dem Mittelalter. Seit 2012 stehen die jüdischen Denkmäler auf der Vorschlagsliste des UNESCO-Welterbes.

Auf der Zugfahrt von Trier nach Worms ist ein Umstieg in Mannheim vorgesehen. Von Worms nach Speyer verkehrt der Regionalexpress des VRN und erreicht die letzte Station unserer Reise binnen 30 Minuten.

Unsere Tour endet in…

Speyer entdecken

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Foto: Dom zu Speyer – Karl Hoffmann, Speyer.de

Anfahrt:

Auch die dritte Stadt im Bunde ist eine historisch und kulturell sehr bedeutende römische Gründung. Speyer liegt am Oberrhein und gehört ebenfalls zu den ältesten deutschen Städten. Im Mittelalter war sie bedeutende freie Reichsstadt des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Der Kaiser- und Mariendom ist weltweit bekannt und seit 1981 als zweites deutsches Denkmal auf der UNESCO-Liste zu finden. Bekannt ist Speyer auch für seine zahlreichen Sakralbauten und seine bedeutende jüdische Gemeinde.

UNESCO-Welterbe: Kaiserdom zu Speyer

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Foto: Dom zu Speyer – Karl Hoffmann, Speyer.de

Schon 1000 Jahre ist er alt, der Kaiserdom und Wahrzeichen der Stadt Speyer. In den 1020er am Rheinufer erbaut und mit einer Bauzeit von 30 Jahren, ist er die größte noch erhaltene romanische Kirche Europas. Mit seinem Bau in einer damals noch kleinen Stadt sollte damals der Machtanspruch der Kirche gegenüber dem Papsttum demonstriert werden. Architektonische Besonderheiten des mächtigen Mariendoms sind sein Blendbogensystem und die umlaufende Galerie.

Geöffnet: Apr-Okt 9-19 Uhr, Nov-Mär 9-17 Uhr, sonntags 12-18 Uhr | Preis: frei | Anfahrt: Buslinien 564, 565, 568 bis “Domplatz”

Die Krypta

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Foto: Die Krypta im Dom – Karl Hoffmann, Speyer.de

Zum Dom gehört auch die Krypta, die Ruhestätte deutscher Könige und Kaiser, die heute noch in unverändertem Zustand erhalten ist. Insgesamt acht Kaiser und Könige, vier Königinnen und ein paar Bischhöfe haben hier ihre Grabdenkmäler.

Geöffnet: siehe Kaiserdom | Preis: 3 EUR, erm. 1 EUR | Anfahrt: siehe Kaiserdom

Kaisersaal und Aussichtsplattform

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Foto: Dom zu Speyer – klaus Landry, Speyer.de

Im April beginnt auch die Saison für die Aussichtsplattform, die sich in 60 Metern Höhe und 304 Stufen himmelwärts auf dem Südwestturm der Kathedrale befindet. Sie gewährt Besuchern einen atemberaubenden und luftigen Blick über den Domplatz und die historische Stadt am Rhein. Auch der 2012 neu gestaltete Kaisersaal ist einen Besuch wert: Die neun Fresken des Baptisten Johann von Schraudolphs können hier besichtigt werden, welche 1957 bei einer Renovierung aus dem Dom entfernt wurden.

Geöffnet: Apr-Okt 10-17 Uhr, sonntags 12-17 Uhr | Preis: 6 EUR, erm. 3 EUR | Anfahrt: siehe Kaiserdom| Tipp: Kombiführungen durch den Dom und die Stadt sind seit 2015 verfügbar

Und sonst so in Speyer?

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Foto: Speyer Innenstadt – Karl Hoffmann, Speyer.de

Dinge, die im schönen Speyer ebenfalls einen Besuch wert sind:

Unser Tipp für Geschichts-Fans: Der Judenhof

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Foto: Judenhof in Speyer – Karl Hoffmann, Speyer.de

Speyer ist gemeinsam mit Worms und Mainz als bedeutender Ort für die jüdische Geschichte in Deutschland eingegangen. Zwischen 1084 und 1349 hatte das jüdische Gemeindeleben in diesen Städten seine Blütezeit und auch heute erzählen die steinernen Ruinen noch spannende Geschichten. Die Synagogenruine ist beispielsweise der älteste jüdische Kultbau aus dem Mittelalter in Mitteleuropa und das Ritualbad ist auch heute noch nahezu unverändert erhalten. Im Judenhof und dem Museum SchPIRA können Besucher die Zeitreise noch einmal hautnah erleben.

Habt ihr noch weitere Tipps für die UNESCO-Städte Koblenz, Trier und Speyer? Teilt sie mit uns auf Twitter oder Facebook!

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