Was eignet sich besser an einem sonnigen Sommertag als ein Ausflug ins Grüne. Dafür muss man nicht weit fahren. Die europäischen Städte verwöhnen uns mit ihren grünen Stadtparks. Häufig liegen diese direkt im Zentrum und sind so für jedermann leicht erreichbar. Im Schatten großer Bäume, auf Liegewiesen und an kleinen Seen lassen wir unsere Seele baumeln.

Englischer Garten in München, Deutschland

Omio Stadtparks_Englischer Garten in München - wikimedia: LuxTonnerre

Englischer Garten in München – wikimedia: LuxTonnerre

Der Englische Garten in München ist mit einer Fläche von 3,75 km² eine der größten, innerstädtischen Parkanlagen der Welt. 1789 ließ Carl Theodor den Park nach dem Vorbild der englischen Landschaftsgärten anlegen. Die Öffnung des Englischen Gartens für die Münchener Bürger fand im Frühjahr 1792 statt. Zahlreiche Liegewiesen laden zum Verweilen und Sonnenbaden ein. Mehrere Bäche und der Kleinhesseloher See bieten an heißen Sommertagen eine willkommene Abkühlung. Ebenso für eine Erfrischung sorgt der Biergarten am Chinesischen Turm. Er ist der zweitgrößte Biergarten Münchens und bietet rund 7.000 durstigen Bürgen Platz.

Die besten Verbindungen nach München:

 

Richmond Park in London, England

Omio Stadtparks: Hirsche im Richmond Park in London - wikimedia: Keven Law

Hirsche im Richmond Park in London – wikimedia: Keven Law

Im Südwesten Londons liegt der 1634 eröffnete Richmond Park. Das Parkgelände umfasst eine Fläche von 10 km². Der Park ist nicht nur Teil des English Heritage, einer Einrichtung, die sich für den Erhalt historische Stätten in England einsetzt. Er gilt auch als Ort von hohem wissenschaftlichen Interesse. Der gesamte Park wird von einer Mauer umgeben und ist damit der größte ummauerte Stadtpark in Europa. Einst war Richmond Park das Hirschjagdgebiet von König Charles I. Noch heute bevölkert eine Herde von 650 freilaufenden Rot- und Damhirschen das Gelände. Den besten Ausblick haben Besucher des Parks von dem Hügel King Henry VIII’s Mound. Von hier aus reicht der Blick bis zur St. Paul’s Cathedral in 16 Kilometern Entfernung.

Die besten Verbindungen nach London:

 

Vondelpark in Amsterdam, Niederlande

Omio Stadtparks_Vondelpark in Amsterdam - flickr: EveryDamnNameIsInUse

Vondelpark in Amsterdam – flickr: EveryDamnNameIsInUse

Der Vondelpark liegt im Süden Amsterdams und wurde 1865 eröffnet. Gestaltet wurde der 47 ha große Park im Stil eines englischen Landschaftsgarten von Joost van den Vondel, der auch der Namensgeber des Parks ist. Neben einigen Cafés hat der Park auch einen Rosengarten und mehrere Freiluftbühnen zu bieten. Ob zum Picknick oder nur zum Entspannen, besonders die Wiesen sind ein beliebter Treffpunkt. Ein einzigartiges Gebäude finden Besucher im Vondelpark mit dem Vondelparkpaviljoen, ein Bau der Neorenaissance. Es ist das am tiefsten liegende Gebäude in Amsterdam. Neuestes Fotomotiv ist der überlebensgroße Schriftzug “I amsterdam”.

Die besten Verbindungen nach Amsterdam:

 

Schlosspark Versailles bei Paris, Frankreich

Omio Stadtparks_Schlosspark Versaille in Paris - wikimedia: Kallgan

Schlosspark Versailles in Paris – wikimedia: Kallgan

Einst als Jagdschloss gedacht, ließ der Sonnenkönig Ludwig IX. das Anwesen 1661 zu einem prunkvollen Palast umbauen. Gleichzeitig wurde der Schlosspark umgestaltet. Heute ist er ein bedeutendes Beispiel barocker Gartenbaukunst in Frankreich. Vom Spiegelsaal des Schlosses aus hat man einen guten Blick auf die große Parkanlage. Die großen Blumenbeete bilden farbenfrohe Ornamente. Zahlreiche Pavillons, Brunnen und Figuren der griechischen Mythologie schmücken den Garten. Im Zentrum des Parks steht der Brunnen des Apollo. Schon 1979 wurde die gesamte Anlage samt Schloss und Park in das UNESCO Weltkulturerbe aufgenommen.

Die besten Verbindungen nach Paris:

 

Villa Borghese in Rom, Italien

Omio Stadtparks_Villa Borghese in Rom - wikimedia: Jean-Christophe BENOIST

Villa Borghese in Rom – wikimedia: Jean-Christophe BENOIST

Die Villa Borghese ist eine 5 km² große Gartenanlage in Rom. Kardinal Scipione Caffarelli-Borghese kaufte 1605 das Gelände und ließ hier seine Sommerresidenz mit Ställen und einem großen Park bauen. Die Grünanlage mit ihren zahlreichen Brunnen war schon damals für alle zugänglich. Borghese war ein großer Kunstsammler. Die Galleria Borghese stellt alle gesammelten Kunstschätze aus, darunter Werke von da Vinci, Raffael und Canova. Sie ist eine der bekanntesten privaten Kunstsammlungen der Welt. Touristische Magneten im Park sind auch die Skulptur Apollo und Daphne von Bernini und die Skulptur der Schwester Napoleons, Pauline Borghese, von dem Bildhauer Canova.

Die besten Verbindungen nach Rom:

 

Schlosspark Schönbrunn in Wien, Österreich

Omio Stadtparks_Schlosspark Schönbrunn in Wien - flickr: Dennis Jarvis

Schlosspark Schönbrunn in Wien – flickr: Dennis Jarvis

Das Schloss Schönbrunn ist die ehemalige Sommerresidenz des österreichischen Kaiserhauses. Zu dem Schloss gehört ein 160 ha großer Park. Im Jahr 1779 machte Kaiser Joseph II. den Park auch öffentlichen Besuchern frei zugänglich. Landschaftsarchitektonische Highlights des Parks sind das Große Parterre mit 32 Skulpturen, der Neptunbrunnen und der Gloriette auf dem Hügel hinter dem Neptunbrunnen. Im Schlosspark befindet sich ebenfalls der Tiergarten Schönbrunn. Er ist der älteste, noch bestehende Zoo der Welt. Der Schlosspark zusammen mit dem Schloss gehören seit 1996 zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Die besten Verbindungen nach Wien:

 

Sint-Donatuspark in Leuven, Belgien

Omio Stadtparks_Sint Donatuspark in Leuven - wikimedia: Johan Bakker

Sint Donatuspark in Leuven – wikimedia: Johan Bakker

Der Sint-Donatuspark in der belgischen Stadt Leuven wurde von 1869 bis 1875 nach dem Vorbild eines englischen Landschaftsgartens angelegt. Entstanden ist der Park durch die Zusammenlegung mehrerer privater Gärten. In dem Park findet man heute noch Teile der ehemaligen Stadtmauer von Leuven. Auch die Ruinen einiger Türme aus dem 12. Jahrhundert sind zu sehen. Die Ruinen werden derzeit restauriert, um sie den Parkbesuchern zugänglich zu machen. Viele Studenten nutzen den Park als Treffpunkt und Erholungsort. Der Sint-Donatuspark wird oft auch als Stadtpark oder Gielenhof bezeichnet.

Die besten Verbindungen nach Leuven:

 

Parque de María Luisa in Sevilla, Spanien

Omio Stadtparks_Parque de María Luisa in Sevilla wikimedia: Manuel Ramallo

Parque de María Luisa in Sevilla – wikimedia: Manuel Ramallo

Der Parque de María Luisa ist mit 34 ha Fläche die bedeutenste Grünanlage in der andalusischen Hauptstadt Sevilla. 1893 schenkte Prinzessin María Luisa Fernanda de Orleans die Gärten der Stadt. Zuvor waren sie Teil der privaten Gartenanlage des Palastes San Telmo. Seine heutige Gestaltung erhielt der Park 1911 von dem Landschaftsarchitekten Jean Claude Nicolas Forestier. Er war auch Konservator des Bois de Bologne, einem Park im Westen von Paris. Seit 1914 sind die Gärten für die Öffentlichkeit zugänglich. Die zwei markantesten Plätze des Parks sind der Plaza de España und der Plaza de América. Die Wege und Plätze der Parkanlage sind mit zahlreichen Skulpturen und Springbrunnen geschmückt. Die gesamte Parkanlage gehört zum spanischen Kulturerbe Bien de Interés Cultural.

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Parque da Cidade in Porto, Portugal

Omio Stadtparks_Parque da Cidade in Porto - wikimedia: Joseolgon

Parque da Cidade in Porto – wikimedia: Joseolgon

Der Parque da Cidade ist der größte Stadtpark in Portugal und ein Langzeitprojekt der Stadt Porto. Bereits in den 1960er Jahren begann die Planung. Die Fertigstellung des 83 ha großen urbanen Parks gelang aber erst 1993. Zahlreiche Seen, 74 verschiedene Baumarten und die direkte Lage am Meer machen den Park zu einem idealen Naherholungsgebiet. Von der Expo, die hier 1998 stattfand, ist noch der Wasserpavillion für Besucher zugänglich. Das Sea Life Center und der Veranstaltungsort Queimódromo sorgen für weitere Abwechslung. Hier findet auch das jährliche Nos Primavera Sound Festival statt.

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Maksimir Park in Zagreb, Kroatien

Omio Stadtparks_Maksimir Park in Zagreb - flickr: Marko Maras

Maksimir Park in Zagreb – flickr: Marko Maras

Einer der beliebtesten Stadtparks in der kroatischen Hauptstadt ist der 316 ha große Maksimir Park. Er wurde bereits 1794 gegründet. Damit gehört er zu den ältesten öffentlich zugänglichen Parkanlagen in Europa. Er ist außerdem der größte Park in Südeuropa. Zahlreiche Bauwerke und mehrere Teiche schmücken den Park. In einem Echo-Pavillion können Besucher ihrem eigenen Echo lauschen. In dem Stadtpark befindet sich auch das Gelände des Zoologischen Gartens Zagreb. Die Zooanlage umfasst 7 ha und bietet Lebensraum für rund 2.200 Tiere.

Die besten Verbindungen nach Zagreb:

 

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